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Der Weg zur Republik
Die Geschichte Sambias
Die ursprünglichen Bewohner Sambias lebten als Jäger und Sammler. Vor ungefähr 2000 Jahren begann die Verdrängung dieser durch die Einwanderung besser entwickelter Stämme, die sich teils auch mit den Ureinwohnern vermischten. Die größte Welle der Bantu sprechenden Einwanderer kam im 15. Jahrhundert
sowie zwischen Ende des 17. und Anfang des 19. Jahrhundert ins Land.
Die Stämme der Luna und der Lunda waren die ersten, die im 19. Jahrhundert aus dem südlichen Kongo und aus dem Norden Angolas hier eintrafen, später kamen auch die Ngoni aus dem Süden dazu. Ab Ende des 19. Jahrhundert hatten sich die verschiedenen, heute noch existierenden Volkstämme alle schon in den Gebieten angesiedelt, in denen sie auch heute noch leben.
Abgesehen von einzelnen portugiesischen Forschern, wurde das Gebiet über viele Jahrhunderte hinweg von keinem Europäer berührt. Nach der ersten Hälfte des
19. Jahrhunderts kamen die ersten westlichen Forscher, Missionare und Händler ins Land. 1855 war Livingstone der erste Europäer, der die herrlichen Wasserfälle des Sambesi zu Gesicht bekam, die von ihm den Namen der Königin Viktoria erhielten, während die Stadt, die in ihrer Nähe entstand, seinen Namen trägt.
1888 erhielt Cecil Rhodes, Pionier des Handels und der Politik Englands in Zentralafrika, die Konzession der Bergbaurechte von einigen lokalen Stammes-oberhäuptern. Im gleichen Jahr wurden Norden und Süden Rhodesiens (jetzt Sambia und Simbabwe) offiziell in das britische Einflussgebiet eingeschlossen. Der formale Anschluss Südrhodesiens erfolgte 1923, mit dem Zugeständnis des Selbstbestimmungsrechts; die Verwaltung Nordrhodesiens wurde auf das Büro der Englischen Kolonien im Jahre 1924 als Protektorat übertragen.
1953 wurden die beiden Teile Rhodesiens zum Nyasaland (das aktuelle Malawi) vereinigt und es entstand daraus die Föderation Rhodesiens und des Nyasalands. Nordrhodesien wurde zum Zentrum der Krise und der Unruhen, die die Föderation charakteri-sierten. Der Hauptgrund für die Auseinandersetzungen waren die dringenden Forderungen der Afrikaner um eine stärkere Teilnahme an der Regierung und die Angst der Europäer, die politische Kontrolle zu verlieren. Am 31. 12. 1963 wurde die Föderation aufgelöst und aus Nordrhodesien wurde am 24. 10. 1964 die Republik Sambia. |